Es gibt diese Häuser, die sind nicht einfach nur „eine Immobilie“.
Sie sind ein Stück Stadtgeschichte, ein Puzzle, ein Versprechen – und ehrlich gesagt auch ein bisschen eine Herausforderung für den gesunden Menschenverstand.
PROJEKT 1700 ist genau so ein Haus.
Wir stehen mitten in der Bamberger Altstadt – UNESCO-Welterbe seit 1993.
Und wir stehen an einem Punkt, an dem man in wenigen Minuten zu Fuß ist am Heumarkt, Holzmarkt, Maximiliansplatz oder in der Sandstraße. Genau diese Lage ist einer der Gründe, warum es sich anfühlt, als würde dieses Haus auf dem Markt „eigentlich gar nicht existieren dürfen“ – weil solche Chancen selten sind.
Warum wir überhaupt hingefahren sind
Die Ausgangslage war schnell klar:
- Altbau (Baujahr um 1700) im historischen Kern
- Mehrfamilienhaus mit großem Potenzial (bei uns: Zielbild 3 Wohneinheiten auf ca. 185 m², plus Garten ca. 165 m²).
- Ein Projekt, das man nicht „kauft“, sondern über Jahre begleitet – handwerklich, organisatorisch, mental.
Und dann kommt das hinzu, was solche Häuser in Bamberg besonders macht:
Denkmal-/Ensembleschutz und diese ganz eigene Verantwortung, etwas zu sanieren, ohne es kaputt zu modernisieren. Bamberg ist als Welterbe ein städtebauliches Gesamtkunstwerk, und genau so fühlt es sich vor Ort auch an.
Die erste Besichtigung: halb Haus, halb Labyrinth
Als wir das erste Mal durch die Tür gehen, passiert etwas, das jeder Altbau-Mensch kennt:
Du siehst Millionen Möglichkeiten.
Und gleichzeitig siehst du: Nichts.
- Halbgeschosse, die sich anfühlen wie „Etagen, die sich nicht entscheiden konnten“
- Grundrisse, die eher nach Geschichte als nach DIN aussehen
- Eine Art Halle, die (Stand jetzt) nicht als Wohnraum eingetragen ist – aber vom Gefühl her sofort „Wow“ macht
- Und dann diese Details, bei denen du kurz stehen bleibst, weil dein Hirn fragt: „Moment … warum ist hier ein zugemauerter Hohlraum? Und was ist dahinter?“
Und dann kam der Moment, der das Ganze endgültig von „spannend“ zu „einmalig“ gedreht hat:
Die Bamberger Stadtmauer verläuft mitten durch das Gebäude. (Datierung ca. 1200 – ja, wirklich.)
Der Punkt, an dem wir (sehr schnell) „Ja“ gesagt haben
Es gibt bei solchen Projekten immer zwei Stimmen im Kopf:
- Die rationale Stimme:
„Erst Gutachter. Erst Unterlagen. Erst klären. Erst rechnen.“ - Die andere Stimme:
„Wenn du hier zu lange zögerst, ist es weg.“
Wir waren – ganz ehrlich – eher bei Stimme 2.
Nicht, weil wir blind sind. Sondern weil wir das Potenzial gesehen haben:
Lage + Geschichte + Grundriss-Charakter + Einmaligkeit ergeben ein Projekt, das man so nicht nachbauen kann. Und diese Nicht-Reproduzierbarkeit ist es, die PROJEKT-1700 so besonders macht.
Also haben wir schnell entschieden.
Und ja: vielleicht auch ein bisschen blauäugig.
Aber manchmal ist „zu lange perfekt vorbereiten“ einfach nur eine hübsche Form von „letzten Endes nicht machen“.
Was wir uns vorgenommen haben
Damit das hier nicht ein weiteres „Wir renovieren mal ein bisschen“-Ding wird, gibt’s von Anfang an einen klaren Plan:
- Wir dokumentieren alles: ehrlich, nahbar, ohne Hochglanz-Fassade.
- Vorher/Nachher wird eine tragende Säule – weil Transformation sichtbar sein muss.
- Denkmal/Ensemble wird kein Nebensatz, sondern Teil der Story (und der Entscheidungen).
- Wir zeigen, was man sonst gern wegschneidet: Dinge, die schiefgehen, Learnings, Umwege.
Kurz: PROJEKT 1700 wird ein dokumentiertes DIY-Projekt über Sanierung, Erhalt und zeitgemäßes Wohnen – realistisch, spannend, transparent und nahbar.
Stay tuned…
In den nächsten Beiträgen klären wir die Basics, die nach der ersten Euphorie kommen:
- Was ist Bestand – was ist Wunsch?
- Was bedeutet „nicht als Wohnraum eingetragen“ konkret?
- Wo sind die größten Risiken (und die größten Chancen)?
- Und: Welche Räume werden später welche Funktion bekommen?
Wenn du mitverfolgen willst, wie aus 1700 wieder 2026 wird:
Folge dem Projekt auf Instagram: @projekt_1700
Und wenn du Interesse hast: Schreib uns, was du als erstes wissen willst – Grundriss? Denkmal? Kosten? Stadtmauer?
Wir freuen und auf dich.
#zwoelfzimmerkuechebad
